Die Quelle der Erschöpfung
Die Quelle der Erschöpfung
Wasser läuft durch eine Vielzahl von Trichtern und wird dabei immer langsamer.
Paleo Makow vertritt die seine Heimat auf der Biennale in Venedig. „Die Idee zu dem Projekt hatte ich schon wenige Jahre nach dem Fall der Sowjetunion. Da kam mir die Gesellschaft in der Ukraine ausgezehrt vor. Später habe ich wieder mit dieser Metapher gearbeitet. Mir schien, Europa würde seine Vitalität verlieren und auch die Energie, die demokratische Werte zu schützen. Heute fehlt uns die Kraft, unsere Humanität zu bewahren. Gleichzeitig sind nicht nur nur Menschen erschöpft, sondern auch die Natur. Meine Kunst kann die Welt nicht retten. Kunst verändert keinen Krieg, keinen Klimawandel und sie ist keine Medizin gegen irgendwas. Kunst ist eine Diagnose der Gesellschaft - hilfreich die Art der Krankheit zu erkennen, bevor wir nach Gegenmittel suchen."
Die Welt ist im Wandel. Kraft für Europa und Kraft für demokratische Werte könnten zukünftig Schwerpunkte unserer Stiftungsarbeit werden. Beim Jahrestreffen der Stiftung werden wir darüber diskutieren. Übrigens: der russische Länderpavillon bleibt in diesem Jahr leer. Den russischen Künstlern dürfte klar gewesen sein, dass der Pavillon ein Ort zum Eier- und Tomatenwerfen geworden wäre. jg